H.265 (HEVC) vs. H.264 (AVC) Kompression: einfach erklärt

Eine übersichtliche Erklärung, wie H.265 (HEVC) H.264 (AVC) verbessert: kleinere Dateigrößen, bessere Qualität und effizientere Videokompression für das 4K-Zeitalter.

Videokompression hat einen weiten Weg zurückgelegt, von den frühen MPEG-2-Tagen auf DVDs bis zu den modernen Codecs, die wir heute nutzen. Wenn du dich schon einmal gefragt hast, warum deine 4K-Videodateien nicht doppelt so viel Platz einnehmen wie HD-Videos, verdankst du das intelligenteren Kompressionsstandards wie H.265 (HEVC).

Aber worin genau unterscheidet sich H.265 von H.264 (AVC)? Und lohnt sich der Umstieg wirklich? Schauen wir es uns in einfacher Sprache an.

Ein kurzer Überblick zur Geschichte der Videokompression

Vor HEVC gab es H.264, einen Codec aus dem Jahr 2003, der für 1080p-HD-Videos optimiert wurde. Er revolutionierte Streaming und Video-Sharing, indem er Dateien kleiner machte, ohne dass die Qualität stark litt.

Springen wir nun in die Ära von 4K- und sogar 8K-Video. Hier kommt H.265 (High Efficiency Video Coding) ins Spiel. Er verspricht die gleiche Qualität wie H.264, aber bei etwa der halben Bitrate, also kleinere Dateigrößen und schnelleres Streaming.

Wie funktioniert Videokompression?

Um zu verstehen, warum H.265 so effizient ist, sehen wir uns an, wie Kompression funktioniert.

Es gibt zwei Hauptarten:

1. Interframe-Kompression

Diese Technik vergleicht ein Bild mit dem nächsten und speichert nur das, was sich verändert hat.

  • Sie beginnt mit einem I-Frame (ein vollständiges Bild, ähnlich wie ein JPEG).
  • Die nächsten Bilder (sogenannte P-Frames) speichern nur die Unterschiede und sparen so viel Speicherplatz.

Bei H.264 werden Videoframes in 16×16 Pixel große Blöcke unterteilt, sogenannte Makroblöcke. H.265 verbessert dies mit den sogenannten Coding Tree Units (CTUs), die bis zu 64×64 Pixel groß sein können.

Größere Blockgrößen ermöglichen eine effizientere Kompression, besonders bei hochauflösenden Videos wie 4K.

2. Intraframe-Kompression

Hier werden Bereiche innerhalb desselben Frames verglichen, um Muster zu finden und Redundanzen zu reduzieren.

Auch hier spielt H.265 seine Stärken aus:

  • Makroblöcke werden durch Codiereinheiten ersetzt, die bis auf 8×8 Pixel heruntergehen können.
  • Jede Codiereinheit kann in kleinere Prädiktionseinheiten aufgeteilt werden, die mathematisch analysiert werden, um Pixelwerte vorherzusagen, statt sie direkt zu speichern.

Das große Upgrade? H.264 bot 9 Prädiktionsmodi. H.265 erhöht diese Zahl auf 35 Modi und ermöglicht es dem Encoder so, feine Details und komplexe Muster deutlich effizienter zu verarbeiten.

Ergebnis: weichere Verläufe, sauberere Kanten und bessere Qualität bei kleineren Dateigrößen.

H.265 vs. H.264: Die wichtigsten Unterschiede

Funktion H.264 (AVC) H.265 (HEVC)
Veröffentlichungsjahr 2003 2013
Blockstruktur 16×16-Makroblöcke Bis zu 64×64 Coding Tree Units (CTUs)
Intra-Prädiktionsmodi 9 35
Typische Dateigröße Größer Bis zu ca. 50 % kleiner bei ähnlicher Qualität
Zielqualität Ideal für HD (1080p) Optimiert für 4K und höher
Hardware-/Plattformunterstützung Sehr weit verbreitet Wachsend; eingeschränkte native Browserunterstützung
Typische Anwendungsfälle Webvideos, Streaming, allgemeines Teilen 4K-Blu-ray, Archivierung, professionelle Workflows

Der Haken: Kompatibilität

Auch wenn H.265 technisch überlegen ist, hinkt die Unterstützung noch hinterher.

  • Viele Browser und Plattformen (wie YouTube) unterstützen die Wiedergabe von H.265 nicht nativ.
  • Möglicherweise benötigst du spezielle Software oder Hardware-Decoder, um HEVC-Videos abzuspielen oder zu bearbeiten.

Dennoch ist es bereits der Standard-Codec für 4K-Blu-ray und viele professionelle Schnittsysteme und entwickelt sich rasch zum Standard für hochwertige Videoarchivierung.

Videos einfach konvertieren?

Ob H.264 oder H.265, du kannst deine Videos online konvertieren und komprimieren mit Video2Edit.

Mit unseren Online-Tools kannst du Videoformate einfach ändern, die Dateigröße anpassen oder Clips neu encodieren, ganz ohne Software-Installation.

Fazit

H.265 (HEVC) ist die nächste Stufe der Videokompression und liefert beeindruckende Qualität bei halb so großer Dateigröße wie H.264 (AVC).

Wenn du 4K-Inhalte bearbeitest oder speicherst, lohnt sich ein Blick darauf. Für den alltäglichen Webeinsatz bleibt H.264 jedoch die am weitesten kompatible Option.

Unabhängig davon, welchen Codec du verwendest, können Tools wie Video2Edit dir helfen, deine Videos schnell und effizient anzupassen, damit du dich auf das Erstellen konzentrieren kannst statt auf das Konvertieren.